Kurzfrist
SCHLAGZEILE:
Mit Hochdruckeinfluss vorerst kein markantes Wetter
Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC
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Aktuell ... läuft alles nach Plan. Am Boden herrscht hoher Luftdruck vor, der
sich im Verlauf der Nacht wieder mehr über Mitteleuropa ausdehnen kann. Auch das
tiefere Geopotenzial über dem Mittelmeerraum tut sich schwer dagegen anzugehen.
Das über der Nordsee abtropfende Höhentief zieht südwestwärts in den Ärmelkanal.
Dabei wird noch feuchte Luft aus Westen zu uns geführt, die in teils dichteren
Wolken gipfelt. Mit Abzug des Höhentief aus der Nordsee dreht die Höhenströmung
in der Nacht allmählich auf nördliche Richtung, die Luft wird wieder trockener
und die Bewölkung geht im Norden und Nordosten zurück. Damit besteht dort
örtlich die Gefahr von leichtem Frost, etwas verbreiteter tritt im Norden und
Osten Frost in Bodennähe auf.
Dienstag ... ist am Boden nach wie vor Hochdruck bestimmend, der sich über weite
Teile Nord-, West- und Mitteleuropas erstreckt. In der Höhe verlagert sich das
Tief in Richtung Biskaya, es vollzieht sich der endgültige Cut Off aus dem
Tiefkonglomerat über Nord- und Osteuropa und das Geopotential nimmt im Westen
und Südwesten Deutschlands wieder zu. Damit lebt der Wind in allen Höhenlagen
etwas auf, kann sich aber nur im höheren Bergland sowie in für Nordost- bis
Ostwind anfälligen Lagen als einzelne steife Böe (Bft 7) bemerkbar machen. Die
eingeflossene Feuchte wird von der zunehmend wieder nördlichen Höhenströmung
südwärts geschoben und dabei rasch abgetrocknet. Rückseitig des Tiefs über
Russland sorgen kleine kurzwellige Anteile allerdings für etwas Hebung in den
östlichen Regionen und damit für harmlose Quellwolken, denn Niederschlag bleibt
weiter aus. Über den Alpen stellt sich im Tagesverlauf eine Gegenstromlage ein.
Dabei wird feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum gegen die trockene Luft aus
Norden geführt. Im Grenzbereich baut sich leidlich CAPE auf (bis 200 J/kg), was
für teils mächtig Quellwolken und ein paar Schauer, lokal vielleicht auch
Gewitter sorgt. Allerdings ist ein Übergriff der Schauer oder Gewitter auf
unsere bayerischen Alpen oder gar den Bodensee unwahrscheinlich.
In der Nacht zum Mittwoch fließt in den Norden und Osten kalte Luft (0 bis -4
Grad in 850 hPa). Bei fehlender Bewölkung ist wieder verbreitet leichter Frost
wahrscheinlich, am Boden stellt sich teils mäßiger Frost ein. Nach Westen und
Süden hin ist die Luft deutlich wärmer (1 bis 6 Grad in 850 hPa) und damit Frost
kein Thema. Mit Vorstoß eines Hochkeils von der Nordsee Richtung Schwarzmeer und
zeitgleichem Ausdehnen tieferen Drucks nach Südfrankreich, legt der
Druckgradient über der Südhälfte Deutschlands etwas zu. Im Bergland, aber auch
in anfälligen Lagen treten häufiger steife Böen aus Nordost auf. Auf den Gipfeln
sind erste stürmische Böen (Bft 8) nicht gänzlich ausgeschlossen.
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Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC
Mittwoch ... ist weiterhin eher ruhig. Lediglich die in der Frühübersicht
bereits beschriebene Windzunahme sowie der weiterhin im Norden und Osten
auftretende leichte Frost wird in Warnungen münden. Wobei voraussichtlich nur
das Bergland markante Warnungen vor stürmischen oder Sturmböen (Bft 8 bis 9)
erfahren wird.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die Modelle sind sich einig. Etwas unscharf ist der Übergriff der Schauer an den
Alpen. Das liegt aber voraussichtlich an der horizontalen Auflösung. Die
Lokalmodelle mit feinerer Auflösung belassen die Niederschläge inneralpin.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jacqueline Kernn