Kurzfrist
SCHLAGZEILE:
Zu Beginn der neuen Woche Wetterberuhigung (ELMAR).
Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
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Aktuell ... steigt der Luftdruck in Deutschland und auch beim Geopotenzial zeigt
die Kurve - wenn auch nicht direkt messbar - langsam nach oben. Damit wird das
Ende des am Wochenende wetterbestimmenden Höhentrogs nebst korrespondierendem
Bodentief GABRIELA eingeleitet, auch wenn der Übergang ein recht zähes
Unterfangen ist. So dauert es ein bisschen, bis das Tief und das Drehzentrum des
Troges von Südschweden hinüber zu den Baltischen Staaten gezogen sind. Dahinter
hat sich über dem nahen Atlantik und UK/Irland ein hoch bis nach Ostgrönland
reichender Höhenrücken in Position gebracht, der seine Achse langsam aber sicher
dichter an den Kontinent heranschiebt. Gleichzeitig löst sich aus dem
Azorenhochkeil über Frankreich eine eigenständige 1020+x-hPa-Parzelle (ELMAR),
die in den nächsten Stunden bis zu den Alpen respektive Süddeutschland wandert.
Mit Hilfe des Tagesgangs resultiert daraus bei uns eine Wetterberuhigung, die
sowohl den Wind als auch die Schauer/Gewitter betrifft.
Allerdings keine Regel ohne Ausnahme. So geht im Laufe der Nacht an der Ostsee
nochmal ein Bodentrog mit Gradientverschärfung durch, der dem auf Nordwest
drehenden Wind eine Frischzellenkur in Form einiger Böen 7 Bft verpasst. Die
Ostseeküste ist auch die Region in Deutschland (so zumindest die Lesart der
meisten Modelle), wo sich noch am längsten einzelne Schauer tummeln. Ansonsten
lockern die Wolken vielerorts auf, gebietsweise klart es für längere Zeit auf.
Gerade im Westen und Süden kann sich teils dichter Nebel bilden. Auch wird es in
der eingeflossenen Polarluft recht frisch mit verbreitet einstelligen
Tiefsttemperaturen. Im schleswig-holsteinischen Binnenland inkl. des Hamburger
Speckgürtels sowie in einem von NRW bis hinüber nach Niederbayern reichenden
Streifen kann es leichten Frost in Bodennähe geben.
Montag ... gestaltet sich der Wetterablauf unspektakulär und wenig dynamisch.
Zwar verbleibt der Potenzialrücken weiterhin westlich von uns. Doch die
indifferente nordwestliche Höhenströmung, die zwischen dem abgezogenen Trog und
dem Rücken unterwegs ist, hat keinerlei Interesse, bei uns irgendwelche
atmosphärischen Unruhen auszulösen. Noch weniger trifft das auf den Gesellen
ELMAR zu, der morgen weite Teile des Vorhersageraums überdeckt und dabei als
Bindeglied bzw. Brücke zwischen einem Hoch über Lappland und einem weiteren
westlich der Iberischen Halbinsel fungiert.
Kurzum, das Absinken macht weitere Fortschritte, so dass sich in ganz
Deutschland eine etwa um 750 hPa herum positionierte Sperrschicht bildet, welche
die labile und nur noch mäßig feuchte, mit alternder Polarluft gefüllte
Grundschicht von einer trockenen Troposphäre darüber trennt. Wettertechnisch
resultiert daraus - nachdem sich der Nebel z.T. etwas schleppend aufgelöst hat -
eine Mischung aus Sonnenschein und mal mehr, mal weniger dichten Quellungen. Die
meisten Sonnenstunden sollen dabei vom westlichen NDS über NRW bis hinunter nach
BaWü sowie in einem von SH bis nach BB verlaufenden Korridor (abgetrocknete
Norwegenluft) auftreten. Dazwischen bzw. an den Rändern gestaltet sich der
Wochenstart insgesamt wolkiger, wobei sich sogar noch einzelne leichte Schauer
entwickeln können.
Der Wind spielt kaum noch eine Rolle. Nur anfangs weht er an der vorpommerschen
Küste noch mäßig bis frisch, bevor er bis zum Abend auch dort allmählich
abnimmt. Die Höchsttemperatur liegt meist zwischen 12 und 17, am Oberrhein bis
zu 19°C.
In der Nacht zum Dienstag ist im Westen bereits schon wieder das nächste
zyklonale Anklopfen zu vernehmen. Ganz zaghaft, halten doch ELMAR und seine
Brücke ebenso weitgehend die Stellung wie der etwas nach Westen versetzte
Rücken. Dieser wird allerdings von WLA überlaufen, welche von HILDA erzeugt
wird. HILDA ist die Nachfolgerin von GABRIELA und somit ein Tiefdruckgebiet, das
dicht an Schottland vorbei die Norwegische See ansteuert. So zieht in den
westlichen Landesteilen mehrschichtige Bewölkung auf, aus der in der zweiten
Nachthälfte zwischen Nordsee und dem Saarland ein paar Tröpfchen fallen können.
Darüber hinaus frischt der auf Süd-Südost rückdrehende Wind über der Deutschen
Bucht spürbar auf mit Böen 7-8 Bft auf freier See.
Für den großen Rest des Landes ist die Nachtgeschichte rasch auserzählt: gering
bewölkt oder klar, Nebelfelder, Abkühlung auf +6 bis Achtung! -2°C, wobei die
Nachtfrostgefahr in BB und Sachsen sowie von Thüringen bis hinunter zum
Alpenrand bzw. nach Oberschwaben am größten ist.
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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC
Dienstag ... Keine substanziellen Neuerkenntnisse gegenüber der Frühübersicht.
Modellvergleich und -einschätzung
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Nix.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann