Synoptische Übersicht Kurzfrist

ausgegeben am Sonntag, den 25.01.2026 um 18 UTC


SCHLAGZEILE:
Im Nordosten UNWETTER durch Glatteisregen. Sonst von Süden bis in den Norden
mäßige Neuschneefälle (überregional markant). Küsten böiger Ost/Nordostwind,
regional mit Verwehungen. Zum Dienstag Föhn an den Alpen. Nächte meist frostig.

Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
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Aktuell ... dauert die gestörte Zirkulation (schwacher Polarwirbel in der
Troposphäre) bei leicht negativer NAO und signifikant negativer NAM weiter an.
Die zonal gemittelten ageostrophischen Geopotenzialflüsse sind weiterhin in
Richtung Mittelmeer gerichtet, was dort in Episoden für heftige
Niederschlagsereignisse gut ist, während wir in Deutschland eher auf der
gradientarmen Nordseite der Wellenzüge verbleiben. Dennoch sorgt die Interaktion
eines ins zentrale Mittelmeer ziehenden Troges inkl. dem komplexen Bodentief
LEONIE (mehrere Zentren) mit den Alpen für eine diffuse Zyklone, die sich die
Kurzfrist über im Lee der Alpen (über der Mitte und dem Osten von Deutschland)
entwickelt, kurzzeitig bei seiner Nordverlagerung von Bayern bis nach
Sachsen-Anhalt intensiviert und in der Folge unter Auffüllung nach Osten in
Richtung Polen weiterzieht. Inwieweit es sich dabei um eine Neubildung über
Deutschland handelt, oder ob die zyklonale Störung advektiv über die Alpen
geführt wurde wird noch variabel in der Numerik gezeigt und ist bezüglich des
Wetterablaufs von untergeordnetem Interesse.

Problem bei dieser Lage ist mal wieder, dass die schwache Entwicklung des Tiefs
die Durchmischung der Luftmassen recht zäh gestaltet, was sich auf die
Dauer/Ausdehnung der jeweiligen Niederschlagsphasen auswirken dürfte. Zusätzlich
muss die Randeinwirkung bedacht werden wie z.B. der Zustrom kontinental
geprägter Luftmassen der Marke "Eigenproduktion über Schnee" von polnischer
Seite, die im Verlauf der Kurzfrist in die Zirkulation des Bodentiefs über
Deutschland (nordseitig) eingebunden wird.

Heute Nachmittag und Abend stehen wir daher bereits im Einfluss der genannten
Entwicklung mit zunehmendem, aber recht diffusem Druckfall über
Südostdeutschland.
Diesen überlagernd findet bereits deutschlandweit von der (erweiterten)
Grenzschicht entkoppelt in weiten Bereichen der mittleren/oberen Troposphäre WLA
statt, was sich durch einen häufig stark bewölkten Tag mit dichter mittelhoher
und hoher Bewölkung äußert. Der entkoppelte niedertroposphärische Bereich wird
durch ausgedehnte und dichte Hochnebelfelder hervorgehoben, die nur regional
größere Lücken aufweisen, wo sich die Sonne am Nachmittag für einige Stunden
noch durchsetzen konnte (Schwarzwald, Thüringer Wald in Richtung Franken,
regional im Vogtland).

Der Fokus richtet sich jedoch von nun an in den Süden von Deutschland, wo sich
zum späten Nachmittag und Abend im Q Vektorfeld ein zunehmend markanter Dipol
entwickelt, der im Südwestquadranten des sich strukturierenden zyklonalen
Wirbels auf zunehmende Massenflusskonvergenz/Hebung hinweist, in der Höhe
zusätzlich durch ein neutral/leicht positives Divergenzfeld überstrichen. Somit
baut sich ab dem späten Nachmittag im Deformationsbereich des Wirbels vom Allgäu
in Richtung Schwäbischer Alb und zum Abend auch in Richtung Hohenloher Ebene /
Kraichgau ausgehend ein Schneegebiet auf, das dynamisch gesehen von schwachem
"banding" dominiert wird. Sprich, es fällt im genannten Bereich bis zum Abend 1
bis 4 cm Neuschnee in wenigen Stunden, regional können es aber auch aus
mesoskaliger Dynamik heraus (und nicht an die Orografie gebunden) bereits
markante Neuschneemengen um 5 cm in 3h sein. Peripher des Niederschlags tritt
teils gefrierender Sprühregen auf, was die Ausgabe regional begrenzter markanter
Glättewarnungen zur Folge hat.

Undurchsichtiger verläuft die Niederschlagsentwicklung bis zum Abend im gesamten
Osten von Deutschland, wo die vorherrschende Hochnebeldecke durch die
Hebungsvorgänge Schritt für Schritt angehoben wird. Dadurch kann regional
gefrierender Sprühregen von Vorpommern über Sachsen-Anhalt bis ins östliche
Bayern auftreten mit erhöhter, markanter Glätte.

Im Nordwesten bleibt es bis zum Abend bei dichten Wolken mit nur kurzen
Auflockerungen trocken.

Die abendlichen Werte liegen in Richtung Niederrhein und Markgräflerland im
zarten Plus, während sonst leichter Luftfrost von 0 bis -3 Grad vorherrscht.

Der Ostwind frischt im Umfeld der Küsten zeitweise böig auf (Bft 6 bis 7), sonst
weht er im gesamten Osten und Norden schwach bis mäßig und im Südwesten schwach
aus Südwest.


In der Nacht zum Montag strukturiert sich das Bodentief über Bayern weiter und
zieht im Verlauf der Nacht unter geringer Intensivierung nordwärts über
Thüringen in Richtung Harzumfeld. Dabei stellt sich zunehmend eine bimodale
Niederschlagsverteilung (besonders bei der Phase) ein. Beginnen wir mit der
festen Phase.

Nördlich des mittlerweile hochreichend troposphärischen (zyklonalen) Wirbels
dominiert die Nacht über beständiges, isentropes Aufgleiten in die dort
vorherrschende östliche Windkomponente, deren Luftmassenherkunft von der teils
verschneiten polnischen Seite herrührt. Kräftige Höhendivergenz über dem
Aufgleiten dürfte ein breites Aufgleitgebiet mit mäßigem Schneefall initiieren,
das weite Bereiche des Nordens mit 12 std. Neuschneemengen von 4 bis 8 cm, lokal
bis 10 cm beeinflusst. Dieser Neuschnee sollte flächenmäßig recht homogen fallen
mit einem Schwerpunkt von Thüringen über weiten Bereichen von Sachsen-Anhalt,
dem Osten von Niedersachsen bis nach Hamburg und ins östliche
Schleswig-Holstein. Am Ostrand des Schneefalls wird es wohl mehrere
Phasenwechsel gegeben. Daher schon jetzt der Hinweis, dass sich Glatteis- und
Schneefallwarnungen teilweise überlappen (z.B. Mecklenburg bis nach
Sachsen-Anhalt).

Noch spannender beim Schnee wird der Südwestquadrant der Zirkulation sein, der
von markanter Deformation unter einem wachsenden Höhendivergenzmaximum geprägt
wird. Hier dominiert das "banding", was bedeutet, dass neben flächigen
Schneefällen regional (bandartige) Niederschlagsmaxima zu erwarten sind. Die
Numerik deutet recht einheitlich darauf hin, dass in 12h beim Schneeanteil
Mengen von 10 bis lokal 20 l/qm auftreten mit Stundenraten z.B. östlich von
Stuttgart zwischen 1 und 3 oder 4 l/qm. Hier dominiert das "banding" und
unwetterartige Mengen kann man hier nicht ausschließen (besonders wegen der
Intensität). Weiter östlich (bis zur Fränkischen Alb) wird eine Mischung aus
anfänglich isentroper Hebung und der dann "herumgeholten Feuchte" für ähnlich
hohe Neuschneemengen gut sein, wenngleich hier die Stundenraten ggf. etwas
geringer ausfallen als z.B. östlich von Stuttgart.
Im Median zeigen die Ensembleverfahren effektive Neuschneemengen von 10 bis 15
cm zwischen Unterfranken, der Schwäbischen Alb bis grob zur Fränkischen Alb.
Dabei fällt der Großteil des Neuschnees in kurzer Zeit, was regional wohl auch
unwetterartigen Neuschneezuwachs bedeuten kann. Dies ist jedoch nur im Nowcast
mit Etablieren der Bänder warntechnisch zu erfassen, sodass erstmal eine
überregionale markante Neuschneewarnung ausgegeben wurde. Es sollte aber nicht
überraschen, wenn morgen früh lokal auch mal um 20 cm Neuschnee gemeldet werden.


Peripher dieser Schneemaxima nehmen die Neuschneemengen nach Westen und Süden
ab, was im bereits gültigen Warnbild ersichtlich ist.

Die andere Baustelle ist die vergleichsweise besser fokussierte WLA im
Ostquadranten des zyklonalen Wirbels, die effektiv eine Interaktion von
beständiger isentroper Hebung in die dort vorherrschende östliche
niedertroposphärische Strömung ermöglicht. An der Spitze der Hebung findet
erstmal eine adiabatische Abkühlung statt (durch Hebung einer trockenen
Schichtung), sodass einige Schneeflocken eingangs der Nacht im Nordosten nicht
ausgeschlossen sind. Ansonsten aber sorgt die WLA von Beginn an für die dominant
flüssige Phase, die sich vom Erzgebirge nordwärts bis nach
Mecklenburg-Vorpommern ausweitet. Häufig fällt dabei leichter bis mäßiger
gefrierender Regen ohne vorherigen Schneeanteil auf gefrorene Boden, sodass hier
UNWETTER durch gefrierenden Regen erwartet wird.
Die Erwärmung sollte im Verlauf der 2. Nachthälfte von Südosten her in Sachsen
und im Süden von Brandenburg für eine Entspannung sorgen, wenngleich z.B. am
Nordrand des Erzgebirges bei der südlichen Anströmung zunehmend Auflockerungen
erwartet werden, sodass ausgangs der Nacht der Frost im Osten von Sachsen erneut
anzieht. Dies wird mit einer markanten Anschlusswarnung durch überfrierende
Nässe abgedeckt.

Spannt man im Unwetterbereich ein in der Fläche gemitteltes Vorhersagesounding
für 00Z auf, dann erkennt man ein nahezu perfektes Glatteissounding mit
kräftiger WLA, einer überschaubaren aber ausreichenden warmen Nase und
hochreichender Sättigung bei üppiger Feuchte (PWATs im 90-iger Perzentilbereich
zur Hintergrundklimatologie).

Akkumuliert werden in weiten Bereichen Brandenburgs, Berlins bis nach Vorpommern
Eisakkumulationen von 0.5 bis lokal 1 cm berechnet. Dies wird für teils
erheblichen Eisansatz gut sein, was sich auch auf die Infrastruktur und
Vegetation (mit Schäden) auswirken kann. Verkompliziert wird das Ganze aber
durch einen allmählichen Abbau der warmen Nase von Westen, sodass im Verlauf der
2. Nachthälfte die Niederschläge teilweise in Schnee übergehen. In Richtung
Uckermark könnte der gefrierende Regen aber auch bis ausgangs der Nacht
anhalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass regional gar EXTREMES
UNWETTER auftritt, allerdings sind die Unsicherheiten bezüglich der
Phasenwechsel noch zu groß, als dass ein solcher Bereich herausgearbeitet werden
kann.

Ganz im Westen verläuft die Nacht bedeckt und meist trocken, im Südwesten setzt
im Verlauf der zweiten Nachthälfte Regen ein, oberhalb von 500 bis 800 m fällt
etwas Neuschnee, wobei die Schneefallgrenze je nach Niederschlagsintensität
stark schwankt.

Die Tiefstwerte liegen bei winterlichen 0 bis -6 Grad, wobei sich die Luftmasse
im Osten allmählich erwärmt.

Bleibt noch der Wind zu erwähnen, der meist schwach bis mäßig um das Tief weht
mit entsprechend dominanten Windrichtungen in den jeweiligen Sektoren.
Erwähnenswert ist der Ost- bis Nordostwind im Umfeld der Ostsee, wo sich der
Druckgradient durch den Druckfall im Süden/über der Mitte etwas verschärft und
im Verlauf der Nacht zunehmend markante Böen im Umfeld der Ostsee auftreten.

Was bleibt unter dem Strich: eine winterliche Nacht für Viele mit allen
Schikanen und umfangreicher Glätteproblematik (Schnee und gefrierender Regen).


Montag ... driftet das Bodentief unter Auffüllung in den Nordosten der Republik,
allerdings mit einem geringen Spread innerhalb der Numerik.

Unter dem Strich bedeutet das abgesehen vom Süden und Westen sowie vom Umfeld
der Oder, dass die Schneefälle aus der Nacht auch tagsüber weiter andauern. Dank
des Auffüllprozesses lassen die dynamischen Komponenten nach, sodass die Hebung
verschmiert. Dennoch lassen sich zwei Schwerpunkte herausarbeiten.

Der erste ist im Südwestquadranten der Zirkulation zu finden, was grob die
Region von Franken bis zur Fränkischen Alb und dem Bayerischen Wald betrifft.
Dort werden noch leichte bis mäßige Schneefälle mit Neuschneemengen von 5 bis 10
cm initiiert. Diese fallen in tiefen Lagen zunehmend als Nassschnee, besonders
im Umfeld der Orografie kann sich regional auch bodennah die Kaltluft soweit
halten, dass die Schneehöhe weiter effektiv anwächst. Die Ensemblemaxima heben
dabei erneut teils unwetterartige Neuschneemengen hervor, was jedoch dank der
nachlassenden Dynamik etwas angezweifelt wird. Bei günstiger/stationärer Lage
des Niederschlagbandes und im Zusammenspiel mit der Orographie sind regional
aber weitere 15 cm Neuschnee nicht ausgeschlossen.

Auch im Schwarzwald/Allgäu dürfte oberhalb von rund 700 m noch nennenswert
Neuschnee fallen, mit Neuschneemengen aber voraussichtlich unter 10 cm.

Der zweite Schwerpunkt ist der Osten von Schleswig-Holstein, wo ein auf Land
treffendes Schneeband diabatisch (offshore) angetrieben für üppige Stundenranden
gut sein dürfte. 12 std. Neuschneemengen um 10 cm sind zu erwarten, regional
können aber auch Mengen bis 20 cm nicht ausgeschlossen werden, wenngleich die
hohe Schneedichte ein rasches Einsacken unterstützen dürfte.
In Verbindung mit einem stark böigen, küstennah auch stürmischen Nordostwind
sind Schneeverwehungen nicht ausgeschlossen, wenngleich die nasse Konsistenz das
Risiko letztendlich verringert. Ob es überhaupt für eine markante
Schneeverwehungswarnung ausreicht muss im Nowcast geklärt werden. Schneebruch
könnte hier aber ein Thema werden, wie auch über der südlichen Mitte, wenn der
Schnee immer feuchter wird.

Ansonsten bleibt es im Süden, Westen und im Umfeld der Oder bei wechselnder
Bewölkung meist trocken, wobei besonders in Richtung Niederbayern lokal
gefrierender Sprühregen nicht ausgeschlossen werden kann.

Die Höchstwerte liegen im Westen, Süden und im Umfeld der Oder bei 1 bis 4 Grad,
in Richtung Oberrhein um 8 Grad, während sonst leichter Dauerfrost von 0 bis -2
Grad vorherrscht. Auch im Umfeld der Küsten sind leichte Plusgrade nicht
ausgeschlossen.

Abseits der Küsten (markante Böen aus Nordost) weht der Wind meist nur schwach
bis mäßig um das Tief herum und somit im Süden dominant aus West. Dort frischt
der Wind im Bergland zeitweise auch markant aus Westen auf.

Die Nacht zum Dienstag wird nur kurz abgehandelt. Peripher der weiter ostwärts
abziehenden und sich weiter auffüllenden Zirkulation weitere, meist leichte
Schneefälle, teils auch gefrierender Sprühregen mit verbreiteter Glättegefahr.
Nennenswerte Neuschneemengen von 5 bis 10 cm in 12h Stunden sind im Bayerischen
Wald zu erwarten. Südlich der Donau klart es zunehmend auf, hier gebietsweise
Glätte durch Überfrieren. Die Minima liegen im Küstenumfeld um +2 Grad und sonst
zwischen 0 und -5 Grad, im Süden bei längerem Aufklaren zwischen -5 und -8 Grad.



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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC

Dienstag ... geht das ganze Spiel von Neuem los.

Im Nordosten werden wir tagsüber mit Schneegriesel und gefrierendem Sprühregen
(warntechnisch) zu tun haben, was bei leichtem Dauerfrost für Glätte gut ist.
Derweilen nähert sich von Südwesten eine markante Warmfront, die sich bis zum
Abend bis zur Mitte und in den Süden voran arbeitet. Diese leitet zum späten
Nachmittag bis in die Nacht zum Mittwoch hinein im Südosten und über der Mitte
eine neue Glättesituation durch teils gefrierenden Regen ein. Von markant bis
Unwetter ist auch hier aktuell noch alles möglich. Allerdings sind die
Unsicherheiten bezüglich der thermischen Schichtung innerhalb der Grenzschicht
sowie die zeitliche Verlagerung der Front noch zu groß, als dass hier Feinheiten
herausgearbeitet werden können.
Die Maxima liegen tagsüber bei 0 bis 1 Grad im Nordosten und nach Südwesten bei
bis zu +8 Grad. Die Nacht zum Mittwoch verläuft im äußersten Westen frostfrei.
Sonst wird es mit 0 bis -7 Grad wieder frostig, wobei es in Richtung Erzgebirge
und Bayerischer Wald die tiefsten Minima geben dürfte.

Der Ostwind bleibt besonders über der Deutschen Bucht markant und schwächt sich
sonst küstennah ab. Im Binnenland dominiert ein schwacher bis mäßiger Ostwind,
im Westen aus Südost. Im Alpenumfeld setzt Föhn ein, sodass wenigstens exponiert
markante Böen zu erwarten sind (cross-alpiner Druckgradident bei bis zu 6 hPa).



Modellvergleich und -einschätzung
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Die Kurzfrist beginnt mit vergleichsweise überschaubaren Diskrepanzen beim
spin-up des zyklonalen Wirbels über Deutschland. Allerdings sind gerade diese
Unsicherheiten entscheidend.
Schaut man sich die jüngsten 8 Modellläufe von EZ an, dann fand für den
Vorhersageschritt "Montag, der 26.01.26 für 12Z" zunächst eine sukzessive
Südverschiebung des Tiefkerns statt, bevor sich EZ nun in den jüngsten 3
Modellläufen mit einem Kern über Sachsen-Anhalt hervorhebt. GFS wies im selben
Zeitraum gröbere Sprünge bei der Platzierung und Geometrie auf, zeitweise wurde
über der Mitte eine zonal ausgerichtete Rinne angedeutet. In den jüngsten 2
Modellläufen ist GFS nun EZ gefolgt und mittlerweile recht konstant bei
Intensität und Platzierung des trop. Wirbels. Bleibt noch ICON zu nennen, das
ebenfalls sukzessive nach Norden korrigiert wurde und mittlerweile nur
geringfügig östlich von GFS und EZ verweilt. Auch bei den LAMs herrscht
mittlerweile eine recht gute Konsistenz, sodass bezüglich des Ablaufs (zeitlich
und räumlich) eine zufriedenstellende Konsistenz erreicht wurde, auf der die
Ausgabe der Warnungen aufgebaut wurde.

Dieses recht homogene Verhalten der Numerik wird auch bis zum Ende dieser
Kurzfrist fortgesetzt, wenngleich die Platzierung des zyklonalen Wirbels etwas
unsicherer wird, der zum Dienstag 12Z über Polen analysiert werden dürfte. GFS
hat den Kern westlicher (im Umfeld der Oder), während sonst eine östlichere
Variante überwiegt, allerdings auch mit geringen Intensitätsunterschieden.
Derweilen wird der von Westen nahende Keil sehr einheitlich bezüglich Achsenlage
und Amplitude gezeigt.

Summa summarum weist diese Kurzfrist somit eine gute Übereinstimmung innerhalb
der Numerik auf.


Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Helge Tuschy