Kurzfrist

ausgegeben am Montag, den 21.09.2026 um 18 UTC


SCHLAGZEILE:
Zunächst ruhiges Hochdruckwetter, am Mittwochabend von Nordwesten Aufzug eines
neuen Randtrogs.

Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC
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Aktuell ... befindet sich Deutschland im Einflussbereich eines umfangreichen
Rückens, der sich von Nordwestafrika über Westeuropa bis zum europäischen
Nordmeer erstreckt. Über Osteuropa befindet sich ein ebenso umfangreicher und
mit kaltluftgefüllter Langwellentrog, der sich von Finnland bis nach Rumänien
erstreckt. Mit einer strammen Nordanströmung fließen recht kühle und eher
trockene Luftmassen ein.
Anfangs ist der Druckgradient ausgehend von einem Tief über Nordosteuropa etwas
kräftiger. Im Laufe der Nacht verlagert sich dieses aber weiter nach Osten, so
das ausgangs der Nacht auch die Böen an der Ostseeküste nachlassen.

Im Laufe der Nacht zu Dienstag nähert sich vom Atlantik her ein weitere
Langwellentrog, der den Höhenrücken mit Warmluft überläuft und eine zugehörige
Warmfront Dienstag früh auf den Nordwesten übergreift. Da die Warmfront unter
Absinken gerät, gibt es kaum oder keinen Niederschlag. Im Nordwesten gibt es
aber mehrschichtige Bewölkung. Im Süden bei teils klarem Himmel kann sich
strichweise Dunst oder Nebel bilden.

Dienstag ... bleibt der Einfluss des Höhenrückens erhalten. Der osteuropäische
Trog sorgt dafür, dass die Warmluft nicht weit nach Osten vorstoßen kann, im
Nordwesten hält sich die mehrschichtige Bewölkung. Bei Höchsttemperaturen
zwischen 18 und 23 Grad bleibt es meist mild.
In der Nacht zu Mittwoch können bei klaren Verhältnissen vor allem im Süden die
Nachttemperaturen auf Werte bis auf 2 Grad absinken, in Bodennähe ist sogar
leichter Frost möglich. Strichweise muss jedoch mit Dunst oder auch Nebel
gerechnet werden, so dass die Ausstrahlung evtl. doch stärker gedämpft wird als
es die Modelle es simulieren.


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Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC

Mittwoch ... bleibt zunächst der Einfluss des Höhenrückens erhalten, jedoch kann
sich vom Atlantik her ein Langwellentrog Europa annähern. Dabei wird der
Höhenrücken über Mitteleuropa abgebaut und ein Randtrog kann auf Deutschland
übergreifen. Dabei gelangen sehr feuchte und potenziell instabile Massen von der
Nordsee auf Nordwestdeutschland. Dabei könnten sich zum einen teils kräftige
Gewitter entwickeln, zum andern stärkt sich auch der Druckgradient etwas.


Modellvergleich und -einschätzung
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Erst mit dem Übergreifen des Randtroges am Mittwoch bzw. Nacht zu Donnerstag
gibt es nennenswerte Unterschiede zwischen den Modellen. Die Unterschiede
bestehen meist darin wie weit der Trog nach Süden vorstoßen kann, ob sich evtl.
ein Höhentief über Deutschland abspaltet, das Timing und ob überhaupt Gewitter
auftreten. Insgesamt sind es aber eher geringe Varianzen in den Auswirkungen.



Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Christina Speicher