Kurzfrist
SCHLAGZEILE:
Wechselhaft, nur kurzer Zwischenhocheinfluss auf und am Samstag
Synoptische Entwicklung bis Sonntag 06 UTC
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Aktuell ... läuft der Randtrog über den Norden nordostwärts, in der Nacht ab und
ein Zwischenhoch samt Keil setzt sich anschließend durch. Damit geht die Dynamik
flöten und die Schauer- bzw. Gewitterneigung lässt rasch nach. Aufgrund breiten
Absinkens lockert der Himmel auf und die in den vergangenen Tagen erhaltene
Grundfeuchte sorgt hier und da für Nebel, der mitunter dichter sein kann und zu
Warnungen führt. Abseits davon gibt es keine Warnungen. Auch der mitunter
frische Wind lässt mit auffächerndem Gradienten nach.
Samstag ... verabschiedet sich der Zwischenhocheinfluss im Tagesverlauf gen
Osten. Bei den Britischen Inseln steht Tiefdruckgebiet QUELLA bereit, uns im
Laufe des Abends mit ihrem Trog aus Westen und Südwesten neuen schauerartigen
Regen zu schicken. Ein kleiner vorlaufender Randtrog wird bereits im Laufe des
Vormittags in der Westhälfte Deutschlands für zunehmende Bewölkung sorgen, was
die Einstrahlung und damit den Antrieb für Gewitter dämpft. Der Aufbau des Capes
ist leidlich, die Schichtung in den meisten Regionen eher stabil und die Feuchte
mit 15 bis 25 mm ppw auch nicht überbordend. Sollten also Gewitter entstehen, am
ehesten noch Richtung Nordwesten, sind diese eher gelber oder ockerner Natur. Im
Südosten des Landes, bevorzugt in den Alpen, ist die Schichtung labiler und der
Aufbau des Capes mit zunächst mehr Sonne ein bisschen günstiger, sodass einzelne
Gewitter etwas wahrscheinlicher werden. Unwetter sind aber auch hier nicht zu
erwarten. Nach Osten hin kommt der vorlaufende Randtrog erst am Nachmittag/Abend
an, was dort zu einem recht sonnigen Tag, teils auch einem Sommertag
(Maximumtemperatur über 25 Grad) führt.
In der Nacht zum Sonntag schwenkt der Haupttrog des Tiefs von Südwest nach
Nord/Nordost über uns und es fällt verbreitet etwas Regen, der teils
schauerartig verstärkt sein kann. Blitz und Donner sind aus aktueller Sicht eine
Ausnahme. Die Trogachse liegt am Sonntagmorgen voraussichtlich auf einer Linie
Deutsche Bucht - Lausitz. Mit zunehmendem Druckgradienten sind gegen
Sonntagmorgen an der Nordsee einzelne steife Böen möglich.
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Synoptische Entwicklung bis Montag 06 UTC
Sonntag ... liefert ein Nord-Süd-Gefälle. Dabei liegt der Norden länger unter
dem Einfluss des Tiefs respektive Bodentrogs, während der Süden von sich
aufbauendem Hochdruckeinfluss profitiert.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die Lage wird von den Modellen ähnlich simuliert. Kleinere Unsicherheiten gibt
es bei der Verlagerung des Tiefs in der Nacht zum Sonntag. IFS und GFS
simulieren die Lage des Tiefs am Sonntagmorgen über der Deutschen Bucht bzw.
Dänemark, während ICON das Tief auf dem Weg in die Nordsee quasi auflöst und nur
den Höhenanteil behält.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jacqueline Kernn