Kurzfrist
SCHLAGZEILE:
Teils schwere Gewitter
Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
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Aktuell ... sind die Unsicherheiten weiterhin hoch (vergleiche Frühübersicht).
In der Grundsache ist die Strömung antizykonal, die Kurzwellen sind minimal und
eratisch. Langlebigere Gewitter gibt es über dem Bergland im Süden und Südosten
(Schwarzwald, Bayerischer Wald, Alpen, Erzgebirge). Dann auch von teils heftigem
Starkregen (UNWETTER), Hagel (meist eher kleinkörnig) und stürmischen Böen (Bft
7-8) begleitet. Für die Nacht zum Montag ist ein Rückgang des CAPE in allen
Modellen zu verzeichnen. Allerdings bleibt die Labilität hoch und vor allem im
Osten und Südosten aber auch im Westen nimmt die Scherung zu. Damit sind
weitere/neue Gewitter möglich, sogar wahrscheinlich. In der zweiten Nachthälfte
oder gegen Montagmorgen zieht von Frankreich her größeres Ungemach (?) in Form
eines MCS (ICON-RUC) oder einer Gewitterlinie (ICON-D2) auf. Da sind sich die
Modelle noch nicht ganz einig. Einig ist man sich bei der raschen Ausweitung
nach Norden (Hamburg) und Nordosten (Mecklenburg). Bei der anhaltend hohen
Feuchte (35 bis 45 mm ppw) ist vom Südwesten bis in den Nordosten von heftigem
Starkregen auszugehen. Weiterhin sind auch kleinkörniger Hagel und stürmische
Böen möglich.
Montag ... geht es sehr variabel weiter... Prinzipiell zieht die Keilachse
ostwärts und von Westen nähert sich eine Kaltfront, die sich im Tagesverlauf
langsam ostwärts schiebt. Sie befeuert die ohnehin schon vorhandene Konvektion
aus der Nacht und sorgt für eine ostwärtige Verlagerung. Der Fokus liegt bei
hohen ppw (um 45 mm) auf dem heftigen Starkregen, aber auch Hagel (meist eher
kleinkörnig) und Sturmböen, vereinzelt schwere Sturmböen (Bft 10), sind
wahrscheinlich. Wann und wo genau bleibt abzuwarten, da die Entwicklung der
Nacht auch unsicher ist. Hinter der Front strömt kühlere und auch stabil
geschichtete Luft ein, sodass die Gewitter rasch aufhören. Vor der Front liegt
weiterhin feucht-warme bis heiße und energiereiche Luft, die Maxima reichen im
Osten und Südosten bis an die 32 Grad. Da gehen die Gewitter bis in die Nacht
zum Dienstag, wo sie dann aber auch aufhören oder abziehen.
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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC
Dienstag ... ist nur wenig geändert zur Frühübersicht. Im Südosten wird es
wieder etwas labiler, ist weiterhin feucht, wenn auch mit ppw um 35 mm weniger
als an den Vortagen. Der hereinschwenkende Trog wird die Luft heben und im
Südosten dann wieder Gewitter auslösen, Unwetter durch heftigen Starkregen nicht
ausgeschlossen.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die Modelle springen hin und her. Dass die Globalmodelle die Gewitter nicht
auflösen können, ist klar. Aber auch die Lokalmodelle haben damit ihre liebe
Müh. Selbst die Assimilation klappt nicht.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jacqueline Kernn