Kurzfrist

ausgegeben am Donnerstag, den 08.10.2026 um 08 UTC


GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: Wz
Heute mit Passage einer Kaltfront markanter Wechsel hin zu einem wechselhaften
und relativ kühlen Witterungsabschnitt. Dabei an den Küsten zeitweise stürmische
Böen in einigen Gipfellagen Sturmböen, auf dem Brocken am Freitag sogar
orkanartige Böen.
An den Alpen ab dem Nachmittag bis in die kommende Nacht Dauerregen.
Heute im Südosten und Nordwesten vereinzelte, in der Nacht zum und am Samstag im
Nordwesten etwas häufigere markante Gewitter.

Synoptische Entwicklung bis Samstag 24 UTC
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Donnerstag... vollzieht sich nun endgültig die bereits seit einigen Tagen
angekündigte Umstellung hin zu einer zyklonalen Westlage, die einen deutlichen
Kontrast zum vielerorts spätsommerlichen Wetter der vergangenen Tage darstellt.
Gestern gab es an zahlreichen Stationen Südwestdeutschlands noch einmal einen
Sommertag (Tmax größer/gleich 25,0 Grad); es könnte der letzte eines nicht nur
diesbezüglich denkwürdigen Jahres (mehrere Stationen mit über 100 Sommertagen,
Rheinfelden gar deren 117!) gewesen sein.
In den kommenden Tagen erwarten uns dagegen der Jahreszeit entsprechende, wenn
nicht gar vorübergehend sogar leicht unternormale Temperaturen und - viel
wichtiger - zumindest halbwegs flächendeckende Niederschläge, wenngleich deren
Mengen bei Weitem noch nicht ausreichen, das in vielen Regionen fast schon
dramatische Niederschlagsdefizit deutlich zu mildern, geschweige denn,
auszugleichen.

Doch nun zur Entwicklung im Detail:
Die Umstellung vollzieht sich heute mit der Passage eines markanten, aber
relativ schmalen Langwellentroges, der von der Nordsee bzw. Benelux her heute
Mittag auf den Westen bzw. Nordwesten des Landes übergreift und bis etwa 00 UTC
in der kommenden Nacht weite Teile des Landes bereits überquert hat. Dabei
tropft er mit seinem Südteil über Frankreich bereits heute im Tagesverlauf ab;
das neu entstandene Cut-Off-Tief zieht in der kommenden Nacht in den westlichen
Mittelmeerraum und dürfte dort einmal mehr für einiges an Bambule sorgen.
Das dem Trog vorgeschaltete und aus einer gestern nur flachen Rinne entstandene
Bodentief "FELICIA" weist aktuell noch zwei Kerne mit ca. 1000 hPa (etwa über
dem Hamburger Raum und knapp nördlich des Kattegats) auf und kann sich -
entwicklungstechnisch günstig auf der diffluenten Trogvorderseite platziert -
aufgrund beständiger PVA weiter vertiefen. Es schlägt am Abend mit einem
Kerndruck von knapp unter 995 hPa über Südschweden (etwas südwestlich von
Stockholm) auf. Die Kaltfront des Tiefs hat inzwischen den Nordwesten und Westen
des Landes überquert und kommt zunächst zögernd und schleifend, mit Annäherung
des Troges am Mittag und Nachmittag dann recht flott ostsüdostwärts voran, am
Abend erreicht sie bereits die Alpen. Sie wird dynamisch zunächst noch gut
gestützt (kräftige PVA, die durch zunehmende KLA nur langsam teilkompensiert
wird), entsprechend zeichnet sich durch teils kräftige schauerartige Regenfälle
insbesondere unmittelbar präfrontal bzw. mit Frontpassage aus. Diese stauen sich
vor allem am Vormittag/Mittag insbesondere an den Hängen des Südschwarzwald, so
dass dort kleinräumig die Warnschwellen für Starkregen (mehr als 20 l/m² in 6
Stunden) gerissen werden (I-D2-EPS hat sogar geringe Wahrscheinlichkeiten für
Unwetter-Starkregen über 35 l/m² auf der Agenda).
Die konvektive Aktivität entlang der Front hält sich mangels Höhenkaltluft in
Grenzen. Lediglich im Süden und Südosten/Osten Bayerns, am ehesten wohl am
Alpenrand bzw. im östlichen Alpenvorland, vielleicht aber auch am Erzgebirge
könnte es, vor allem, wenn sich noch ein kleines Sonnenfenster auftut, mittags
und am Nachmittag für einzelne Gewitter reichen. Die Luftmasse weist dort bei
nur mäßigen Scherungsbedingungen PPWs von 25 bis 28 mm auf, so dass als markante
Begleiterscheinungen Starkregen bis 20 l/m² in kurzer Zeit, vielleicht noch
kleinkörniger Hagel (etwas Cape vorausgesetzt) und stürmische Böen in Frage
kommen.
Mit Frontpassage erfolgt ein markanter Luftmassenwechsel: Während die 850
hPa-Temperatur präfrontal deutlich über 10 Grad liegt (mit etwas Sonne werden in
der Lausitz, am Erzgebirgsnordrand und vor allem in Ostbayern nochmals 20 bis 23
Grad erreicht), folgt postfrontal auf dem Fuße maritim erwärmte Polarluft mit
T850 hPa zwischen 1 Grad in der Nordwesthälfte und 5 Grad am Alpenrand am Abend.
Allerdings strömt diese Luftmasse nur flach ein (unterhalb von etwa 600 bis 700
hPa), so dass sich die Schauertätigkeit einigermaßen in Grenzen hält. Lediglich
im Nordwesten und ganz im Norden reicht die Labilitätsfläche etwas höher; durch
wiederholte Schauertätigkeit können insbesondere im Nordwesten zwischen Weser
und Elbe gebietsweise mehr als 5 l/m² zusammenkommen, sonst sind es weniger,
gebietsweise bleibt es (postfrontal wohlgemerkt) auch trocken. Ein gewisses
Gewitterrisiko besteht am ehesten im Nordseeumfeld, im nördlichen und westlichen
Niedersachsen bis nach NRW und in Schleswig-Holstein. Als Begleiterscheinung
kommen dort am ehesten stürmische Böen in Frage.
Apropos Wind: Der steht erst einmal im Fokus der Warntätigkeit. Präfrontal
spielt er lediglich in einigen Höhenlagen eine Rolle (Bft 7 bis 8, Brocken Bft
9), mit Frontpassage bzw. postfrontal legt er aber mit Winddrehung von Südwest
auf Nordwest etwas zu und aktuell gibt es im Nordseeumfeld bereits verbreitet
stürmische Böen, exponiert sind im Tagesverlauf auch einzelne Sturmböen nicht
ganz ausgeschlossen. Am Nachmittag legt er dann auch entlang der Ostseeküste zu
mit ähnlicher Stärke wie an der Nordsee. Gleiches gilt für die Gipfellagen
einiger Mittelgebirge (neben dem Brocken später auch für den Schwarzwald und das
Erzgebirge). In den Niederungen reicht es gebietsweise für steife Böen (Bft 7),
am ehesten im Nordwesten sowie rund um einige Mittelgebirge (Harz,
Erzgebirgsvorland) und im Alpenvorland.
Präfrontal zeigt sich vor allem am Vormittag im Südosten noch einmal die Sonne,
mittags und nachmittags lockern dann postfrontal im Westen und Nordwesten die
Wolken wieder stärker auf. Dabei schwanken die Temperaturen nachmittags
postfrontal in gut durchmischter Luftmasse meist zwischen 13 und 17 Grad.

In der Nacht zum Freitag erfolgt mit Annäherung eines flachen Höhenkeils, der
sich morgens bereits über der Nordsee befindet, eine rasche, aber nur kurz
andauernde Wetterberuhigung. Lediglich an den Alpen regnet es noch längere Zeit,
im Stau auch bis weit in die zweite Nachthälfte. Dabei kommen vor allem im
Zeitraum von heute Nachmittag bis etwa Mitternacht dort Mengen zwischen 20 und
50 l/m² zusammen, entsprechend läuft eine Dauerregenwarnung. Die maritime
Polarluft erreicht eingangs der Nacht die Alpen (T850 hPa dort in Staulagen um 2
Grad), so dass die Schneefallgrenze auf unter 2000 m sinkt. Das passiert aber
bereits mit Abklingen der Niederschläge, so dass sich die Neuschneeauflage -
abgesehen von Hochlagen über 2500 m - in Grenzen hält.
Im Rest des Landes gibt es nachts kaum mehr Niederschläge, lediglich im
Nordosten dauert die Schauertätigkeit noch bis in die zweite Nachthälfte an.
Dort sind auch einzelne kurze Gewitter nicht ganz ausgeschlossen (I-D2 hat sogar
einen schmalen Streifen mit 5 bis 10 l/m² in Ostvorpommern auf der Agenda). Vor
allem vom Südwesten bis in die Mitte, später auch in der Osthälfte ist es
gebietsweise gering bewölkt, dort steht dann eine frische Nacht ins Haus mit
Minima zwischen 7 und 2 Grad und Bodenfrost in ungünstigen Lagen (z.B.
Mittelgebirgstäler).
Die Tiefdruckaktivität über dem Nordatlantik bleibt derweil hoch, ein weiterer
Höhentrog stößt mit seinem Drehzentrum ins Seegebiet rund um Island vor. Die
trogvorderseitige WLA überläuft bereits den Höhenkeil und erfasst auch
Nordwestdeutschland im Laufe der Nacht mit dichtem WLA-Gewölk. Vor allem im
Nordseeumfeld gehen die anfangs noch schwachen Schauer und gebietsweise
auftretenden Regen oder Nieselregen, allerdings mit kaum nennenswerten Mengen
über. Die Warmfront des Islandtiefs ("GABRIELA") erreicht morgens bereits die
westliche Nordsee.
Der Wind schwächt sich mit Annäherung eines Bodenkeiles fast landesweit rasch
ab, auch in den Hochlagen. Lediglich auf dem Brocken bleibt es stürmisch und
auch entlang der vorpommerschen Ostseeküste muss noch bis in die Frühstunden mit
steifen bis stürmischen Böen aus Nordwest, später West gerechnet werden.
An der Nordsee dauert der Nordwestwind mit Böen Bft 7 bis 8 noch bis eingangs
der zweiten Nachthälfte an, dann dreht er rück auf Südwest und schwächt sich ab,
frischt aber morgens vor der Warmfront bereits über dem Westteil der Deutschen
Bucht mit Böen Bft 7 auf.
In der Nordhälfte, aber auch an den Alpen und im Vorland bleibt die Nacht bei
meist dichter Bewölkung mit Minima zwischen 9 und 5 Grad, an den Küsten über 10
Grad milder als im Rest des Landes.

Freitag... verlagert sich das hochreichende und zentralsteuernde Tiefdrucksystem
bei Island langsam südostwärts. Es weist im Bodenfeld zwei Kerne auf: Einen
knapp südlich von Island, einen weiteren vor Kap Svinöy. Das Frontensystem des
Tiefs überquert bei fortschreitendem Okklusionsprozess weite Teile der Nordsee
ostsüdostwärts; die Warmfront greift vormittags auf das Vorhersagegebiet über
und erreicht abends bereits die Osthälfte. Die Kaltfront gerät hingegen über der
Nordsee zunehmend ins Schleifen und erreicht erst abends den Nordwesten des
Landes. Mit Passage der Warmfront fällt vor allem in Norddeutschland von West
nach Ost flächendeckend zwischen 5 und 15 l/m² stratiformer Regen in 12 Stunden,
in der Mitte kommen dagegen lediglich im Stau einiger Mittelgebirge um oder
etwas über 5 l/m² an, im Südwesten fällt kaum mehr etwas und südlich der Donau
sowie in Ostbayern bleibt es bis zum Abend trocken. Vor allem unmittelbar vor
der Kaltfront sind die Niederschläge im Nordwesten (Nordseeumfeld) zum Abend hin
zunehmend konvektiv durchsetzt, unter Einbeziehung von mehreren 100 J/kg MU-Cape
sind bei PPWs knapp über 25 mm sind dort auch einzelne Gewitter mit Starkregen
und Böen Bft 8 bis 9 nicht ausgeschlossen.
Während sich vor allem am Vormittag der Druckfall im Nordwesten verstärkt, wird
die nach Passage der Kaltfront nach Süddeutschland vorgedrungene Hochdruckbrücke
nur langsam abgebaut. Entsprechend verschärft sich der Druckgradient, vor allem
über dem Nordwesten, Westen und der Mitte des Landes. Während der aus der Nacht
heraus noch böige Wind im Ostseeumfeld und in Vorpommern nach vorübergehendem
Auffrischen am Vormittag ab den Mittagsstunden eher abnimmt, frischt er in den
genannten Regionen aus Südwest auf. Im Nordseeumfeld gibt es verbreitet steife
bis stürmische Böen, über dem Seegebiet der Deutschen Bucht auch einzelne
Sturmböen. Ähnliches gilt für die Kamm- und Gipfellagen einiger Mittelgebirge
(ausgenommen süddeutsche Mittelgebirge und Alpengipfel). Auf dem Brocken gibt es
schwere Sturmböen, zeitweise auch orkanartige Böen (Bft 10 bis 11).
Angesichts der stabilen Schichtung reicht es in den Niederungen nicht verbreitet
für steife Böen. Am ehesten ist das im Weser-Ems-Gebiet, in Teilen von NRW sowie
im Lee der zentralen Mittelgebirge der Fall.
Während es in der Nordwesthälfte bis weit in die Mitte stark bewölkt bis bedeckt
bleibt, scheint im Süden, insbesondere entlang und südlich der Donau, für
längere Zeit die Sonne. Innerhalb des Warmsektors wird wieder mildere
Atlantikluft mit 5 bis 8 Grad advehiert, trotz Sonnenscheins klappt es aber
mangels Wind im Süden nicht mehr mit der Durchmischung. Somit liegen die Maxima
meist zwischen 12 und 17 Grad, eventuell werden im Alpenvorland gebietsweise 18
bis 19 Grad erreicht.

In der Nacht zum Samstag verlagert das hochreichende Tief sein Drehzentrum
langsam südostwärts, der zugehörige breite Höhentrog greift auf die Nordsee und
Benelux über. Das zugehörige Bodentief weist mehrere Kerne über der südlichen
Norwegischen See und der nördlichen Nordsee auf, wobei sich über dem Skagerrak
ein Teiltief entwickelt. Die Kaltfront gewinnt nun etwas an Schub, greift auf
das Vorhersagegebiet über und erreicht morgens in etwa die Regionen rund um
Mosel und Main. Sie wird nun dynamisch mit zunehmender KLA nicht mehr so gut
gestützt und verliert rasch an Wetterwirksamkeit, dennoch reicht es nach wie vor
fast überall für schauerartige Niederschläge unmittelbar präfrontal bzw. mit
Frontpassage. Bis Samstagfrüh kommen meist 1 bis 5 l/m² zusammen, gebietsweise,
vor allem im Weststau einiger Mittelgebirge und in der Osthälfte, auch mehr.
Lediglich an den Alpen bleibt es vielerorts noch trocken.
Postfrontal lassen die Regenfälle rasch nach und die Wolken lockern auf,
lediglich an den Küsten sowie im unmittelbar angrenzenden Binnenland gibt es
weitere Schauer, im Nordwesten können auch einzelne Gewitter dabei sein, vor
allem über dem relativ warmen Nordseewasser.
Der Wind spielt im Laufe der Nacht in den Niederungen warntechnisch wohl kaum
mehr eine Rolle. In den Hochlagen bleibt es aber windig und mit Annäherung der
Front frischt der Wind nun auch in den Gipfellagen der süddeutschen
Mittelgebirge und der Alpen mit Böen Bft 8 bis 9 auf. Auch an den Küsten bleibt
der scharfe Gradient aufrecht und vor allem an der Nordsee muss mit steifen bis
stürmischen Böen (Bft 7 bis 8) gerechnet werden. Die Minima liegen meist
zwischen 12 und 7 Grad.

Samstag... verlagert sich das Drehzentrum des Troges allmählich zur Südwestküste
Norwegens und der breite Trog greift allmählich auf Mitteleuropa über. Die
Kaltfront des zugehörigen Tiefdruckkomplexes im Bodenfeld (abends mehrere
Drehzentren über der südlichen Norwegischen See, der nördlichen Nordsee und über
Südschweden) gerät über dem äußersten Süden bzw. Südwesten Deutschlands in den
Einflussbereich des nach wie vor dorthin reichenden Hochkeils, schwächt sich
weiter ab und erreicht nur zögerlich die Regionen südlich der Donau. Im Bereich
der schleifenden Front regnet es in weiten Teilen Bayerns und Baden-Württembergs
vor allem vormittags und mittags meist mit nur leichter, maximaler mäßiger
Intensität, nachmittags und abends klingen die Niederschläge auch im
Frontbereich schon wieder ab.
Postfrontal bleibt es zunächst trocken und vor allem vom Westen über die
mittleren Landesteile bis in die Norddeutsche Tiefebene kommt auch mal länger
die Sonne durch. Mit Annäherung und Passage des Troges und der Advektion
höhenkalter Luftmassen (-24 bis -27 Grad in 500 hPa bei knapp über 0 Grad in 850
hPa) lebt die Schauertätigkeit - ausgehend vom Nordseeumfeld - im Nordwesten und
Norden vor allem nachmittags und abends auf. Kurze Gewitter mit Böen Bft 7 bis 8
können dort ebenfalls mit von der Partie sein und über dem warmen Nordseewasser
kann bei wiederholter Schauertätigkeit mehrstündiger Starkregen nicht
ausgeschlossen werden, der auch die Küstenregionen erfassen kann.
Der Gradient bleibt vor allem im norden und Westen recht scharf, so dass dort
bei guter turbulenter Durchmischung recht verbreitet steife Böen, insbesondere
im Nordseeumfeld auch stürmische Böen aus West bis Südwest möglich sind. Auch in
den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge bleibt es windig mit stürmischen
Böen, auf exponierten Gipfeln (Brocken) mit Sturmböen.
Bei meist dichter Bewölkung liegen die Höchstwerte im Südosten meist knapp
unter, sonst um oder knapp über 15 Grad.

In der Nacht zum Sonntag überquert der breite Trog das Vorhersagegebiet nur
langsam ostwärts. Die Kaltfront passiert die Alpen südwärts dahinter kann sich
der nach Süddeutschland gerichtete zonal ausgerichtete Hochkeil wieder etwas
verstärken. Bei kaum mehr nennenswerten Niederschlägen bleibt es dort aber meist
stark bewölkt. Auch sonst werden die Wolkenlücken eher weniger, die
Schauertätigkeit hält sich im Binnenland aber tagesgangbedingt sehr in Grenzen,
nur hier und da reicht es mal für einen kurzen unergiebigen Schauer, am ehesten
vielleicht noch in den Mittelgebirgen.
Anders an den Küsten: Die Advektion höhenkalter Luft verstärkt sich sogar noch
etwas und über dem warmen Oberflächenwasser von Nord- und Ostsee bleibt eine
rege Schauer- und auch Gewittertätigkeit aufrecht. Vor allem im Nordseeumfeld
ist mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für gebietsweise auftretenden
Starkregen zu rechnen.
Der Wind weht an den Küsten und in einigen Hochlagen weiterhin mit Böen Bft 7
bis 8 aus West bis Südwest, ansonsten ist er aber nicht warnrelevant. Die
Tiefsttemperaturen erreichen an den Küsten Werte zwischen 3 und 10, sonst
zwischen 10 und 5 Grad.

Modellvergleich und -einschätzung
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Die Modelle fahren einen einheitlichen Kurs, Kleinere Diskrepanzen betreffen in
erster Linie die Verteilung und Intensität der Niederschläge und sind meist
nicht warnrelevant.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Winninghoff