Kurzfrist
SCHLAGZEILE:
Übergang zu Wz. Am Sonntag vereinzelt kräftige Gewitter möglich.
Synoptische Entwicklung bis Sonntag 06 UTC
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Aktuell ... zieht der bisher wetterbestimmende Trog nach Osten ab. Rückseitig
stellt sich eine westnordwestliche Höhenströmung ein, in der von Nordwesten
bereits ein weiterer Kurzwellentrog mit vorgelagerter Okklusion auf Deutschland
übergreift. Die damit verbundenen leichten Regenfälle breiten sich vom
Nordwesten bis etwa nach Nordhessen und Ostniedersachsen aus. Mit dem
Tiefausläufer frischt der Südwestwind vor allem über der Nordsee vorübergehend
auf, exponiert sind einzelne Böen um Bft 7 nicht ausgeschlossen.
In der Nacht zum Samstag zieht der Kurzwellentrog weiter nach Polen ab.
Gleichzeitig folgt von Westen ein Höhenrücken nach und die Hochdruckbrücke über
Mitteleuropa kräftigt sich. Die Okklusion kommt zwar noch etwas nach Osten und
Südosten voran, schwächt sich dabei aber zunehmend ab und bringt nur noch
vereinzelt leichten Regen. Von Nordwesten lockert die Bewölkung wieder auf, im
Süden bleibt es weitgehend trocken. In der bodennah feuchten Luft kann sich
stellenweise Nebel bilden.
Samstag ... schwenkt der Höhenrücken über Deutschland ostwärts. Damit hält sich
vor allem im Süden und in der Mitte zunächst der Einfluss der Hochbrücke mit
längerem Sonnenschein. Südlich der westlichen Mittelgebirge werden nochmals
Werte um oder etwas über 25 Grad erreicht. Im Nordwesten macht sich dagegen
bereits das nächste Frontensystem bemerkbar. Vorderseitig der Warmfront greift
Warmluftadvektion mit dichter Bewölkung über, am Nachmittag und Abend setzt von
der Nordsee her leichter Regen ein. Gleichzeitig frischt an der Nordsee der Süd-
bis Südwestwind auf, mit einzelnen Böen um Bft 7.
In der Nacht zum Sonntag formiert sich über den Britischen Inseln ein neuer Trog
und greift in Richtung Nordsee aus. Dadurch werden die Tiefausläufer aktiviert
und kommen ost- bis südostwärts voran. Die Warmfront zieht über den Nordosten
hinweg, während sich die Regenfälle bis in die Mitte ausbreiten. Im Nordwesten
und Westen können dabei 5 bis 10 l/qm in 12 Stunden, stellenweise auch etwas
mehr fallen.
Zum Morgen folgt von Nordwesten die Kaltfront, wobei die Niederschläge zunehmend
schauerartigen Charakter annehmen. Die genaue Niederschlagsverteilung wird von
den Modellen allerdings noch unterschiedlich simuliert. Weiter nach Süden hält
sich dagegen der Einfluss der Hochbrücke, sodass es dort weitgehend trocken
bleibt.
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Synoptische Entwicklung bis Montag 06 UTC
Sonntag ... ziehen die Tiefausläufer, gestützt durch einen Kurzwellentrog, ost-
bis südostwärts über Deutschland hinweg. Die Kaltfront kommt bis in die Mitte
voran und gerät dort etwas ins Schleifen, wobei auch die Bildung einer flachen
Welle möglich ist.
Die Regenfälle breiten sich im Tagesverlauf bis nach Süddeutschland aus. Unter
dem nachfolgenden Trog nehmen die Niederschläge vor allem im Norden und Westen
zunehmend schauerartigen Charakter an. Auch einzelne Gewitter sind möglich.
Trotz geringer CAPE-Werte können diese in der sehr feuchten Luftmasse und bei
etwas Scherung mit Starkregen einhergehen und lokal die markanten Warnschwellen
überschreiten. Die Gewittersignale der Modelle sind allerdings noch schwach.
Ein Schwerpunkt der länger anhaltenden Regenfälle zeichnet sich über der Mitte
ab. Dort werden verbreitet 10 bis 20 l/qm in 12 Stunden, im Zeitraum von Sonntag
00 UTC bis Montag 00 UTC lokal um 25 l/qm simuliert. Signifikante
Wahrscheinlichkeiten für überregional warnwürdige Mengen bestehen derzeit jedoch
nicht.
In der Nacht zum Montag zieht der Trog ostwärts ab, während sich von Westeuropa
ein kräftiger Höhenrücken nach Deutschland ausweitet. Damit ziehen auch die
Regenfälle weitgehend nach Polen, Tschechien und Österreich ab. Am längsten
regnet es noch in den Staulagen der Ostalpen und des Erzgebirges, im Südosten
sind regional 10 bis 15 l/qm in 12 Stunden möglich. Von Westen lockert die
Bewölkung zunehmend auf, bei nachlassendem Wind kann sich stellenweise dichter
Nebel bilden.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die großräumige Entwicklung wird von den Modellen weitgehend übereinstimmend
simuliert. Leichte Unterschiede bestehen am Sonntag bei der Passage der
Tiefausläufer. Eine relevante Warnlage lässt sich daraus derzeit jedoch nicht
ableiten.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Marco Manitta