Synoptische Übersicht Kurzfrist
SCHLAGZEILE:
An der Nordsee zeitweise stürmisch.
Synoptische Entwicklung bis Montag 06 UTC
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Aktuell ... herrscht in großen Landesteilen Zwischenhocheinfluss, gestützt durch
eine antizyklonale südwestliche Höhenströmung und der Hochdruckzone mit
Schwerpunkt vom Alpenraum ins östliche Mitteleuropa. Dabei ist vielfach milde
Luft wetterbestimmend, lediglich im Südosten regeneriert sich die kalte
Grundschicht und es gibt leichten Frost, örtlich Glätte und dichten Nebel. Wobei
letzterer auch über der Mitte der feuchten, aber nicht ganz so kalten Luft
auftreten dürfte.
Vor einem sich über die Nordsee und Frankreich nähernden Trog liegt
entwicklungsgünstig ein Tief, dass sich zum Sturmtief mausert und von 1000 auf
knapp unter 990 hPa vertieft. Es zieht in die zentrale Nordsee, sein
aufkommendes Sturmfeld bleibt aber abseits Deutschlands, für die Nordsee kommen
im Laufe der Nacht Böen 7 aus Süd bis Südwest auf. Helgoland und Sylt vielleicht
8 Bft.
Die Kaltfront des Tiefs greift mit Regen im Laufe der Nacht auf den Westen und
Nordwesten über. Bei T>0°C passiert Glättetechnisch nichts, nur über Südbaden
spendiert ICON marginale Signale für Glatteis, die aber hier verworfen werden.
Sonntag ... zieht das Sturmtief zum Skagerrak und hat derweil unter dem Trog
gelegen den Höhepunkt seiner Entwicklung erreicht. Das Maximum des Sturms bleibt
über der Nordsee, allerdings reicht es auch über der Deutschen Bucht, auf den
Inseln und vor allem an der nordfriesischen Küste bei auf West drehendem Wind zu
stürmischen Böen bis Sturmböen 8 bis 9 Bft. Auch schwere Sturmböen sind auf
Helgoland und Sylt nicht ausgeschlossen.
An der westlichen Ostseeküste sind einzelne 7/8 Bft ebenfalls nicht
ausgeschlossen, sonst spielt der oft ablandige Wind keine große Rolle.
Die Kaltfront überquert dabei mit leichtem Regen die größten Teile Deutschlands
ostwärts. In der dahinter einströmenden erwärmten Meereskaltluft sinkt die
Temperatur in 850 hPa bis -5°C. Im Hochschwarzwald (>1000m) geht der Regen
abends in Schnee über, es akkumuliert sich aber nichts. Der äußersten Osten und
Südosten wird vom Niederschlag noch nicht erreicht. Mangels Durchmischung werden
in Teilen Bayerns kaum 3 oder 4°C erreicht, sonst ist es mild mit teilweise um
10°C.
In der Nacht zum Montag füllt sich das Tief über Südschweden langsam auf, und
die Kaltfront schwenkt nach Osten durch. Der Regen kann im Südosten (SE Bayern)
stellenweise in bodennah kalter Luft gefrieren und geht nachfolgend in Lagen
oberhalb 1000m in den Alpen und in Hochlagen des Bayerwaldes in Schnee über.
Weder die (sehr lokale) Glatteislage, noch die Schneeakkumulation stellen sich
als irgendwie Gravierend dar. Bei auffächerndem Druckgradienten lässt der Wind
an den Küsten nachts nach. In weiten Landesteilen stellt sich erneut schwacher
Hochdruckeinfluss ein, im Süden und der Mitte mit Nebel. Vor allem im
Mittelgebirgsraum gibt es leichten Frost, vereinzelt Glätte.
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Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
Montag ... gibt es zu den Vorläufen keine nennenswerten Änderungen. Für die
Entwicklung behalten die Aussagen der Frühübersicht ihre Gültigkeit.
Modellvergleich und -einschätzung
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Die Modelle simulieren ähnlich. Die Hinweise auf Glätte in der Nacht zu Montag
in SE Bayern sind auch in ENS sehr schwach.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner